Vorsicht, Schulkinder: Ausweichverkehr auf Nebenstraßen

Keine Schulweg sichernden Maßnahmen durch die Gemeinde

Den Schulweg neu üben müssen die Odendorfer Eltern mit ihren Schulkindern, denn der sieht ab sofort völlig anders aus: Während der eineinhalbjährigen Sperrung der Flamersheimer Straße fließt der Verkehr durch die bisher ruhigen Nebenstraßen und schafft für die Schulanfänger besonders am Morgen eine völlig neue Situation.

Für eine Schulwegplanung und -sicherung durch Fachleute sieht der Bürgermeister aber auf Anfrage von Monika Wolf-Umhauer, FDP-Ratsfrau und Lehrerin an der Odendorfer Grundschule, keine Notwendigkeit. Sie hatte nach der Verkehrslenkung für Schulweg und Schulbus während der Bauarbeiten vor der Schultür gefragt. Eine Fußwegseite bleibe ja offen – so Maacks Theorie. Dass an großen Baustellen auch große Fahrzeuge rangieren, stellt für ihn kein Problem dar. Es wird nun an Eltern und Lehrern liegen, den Schulkindern die neue Gefahrensituation und den Umgang damit zu verdeutlichen – auf eine Unterstützung durch die Gemeinde dürfen sie nicht hoffen.

Die Schulbusse, die sich durch die Baustelle in einer Sackgasse befinden, “sollen künftig auf dem Zehnthofplatz wenden, andernfalls fahren sie durch die Orbachstraße“, sagt Bürgermeister Maack. Wolf-Umhauer ist mit dieser Aussage überhaupt nicht einverstanden: „Der Bürgermeister hat weder Ortskenntnis noch Problembewusstsein“, stellt sie kopfschüttelnd fest: Die Busse können von der Schulbushaltestelle aus kaum durch die schmale, zugeparkte Orbachstraße fahren, zumal sie am Ende nur mit einer engen rechtwinkligen Kurve zu verlassen ist. “Und ob sie auf dem – durch die Sperrung vermutlich stärker – als Parkplatz frequentierten Zehnthof tatsächlich ohne zusätzliche Maßnahmen den nötigen Wendeplatz finden, bleibt abzuwarten:”

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